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02. 09. 2010 Mühlhausen feiert erste Behinderten-Kirmes

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Mühlhausen feiert erste Behinderten-Kirmes
Auf der Stadtkirmes in Mühlhausen ist am Mittwoch die erste Behinderten-Kirmes gefeiert worden. Rund 200 Teilnehmer warben mit der Aktion um mehr Akzeptanz für Menschen mit Handicaps.


Ausgelöst wurde die Aktion von den Vorwürfen einiger Betroffener, auf Deutschlands größter Stadtkirmes ausgegrenzt zu werden. Bernhard Weida vom Blindenverband in Mühlhausen hatte dem MDR THÜRINGEN gesagt, dass Rollstuhlfahrer mit Barrieren konfrontiert und Behinderte generell mangelnder Hilfsbereitschaft ausgesetzt seien: "Sie werden regelrecht aus den Festzelten heraus geekelt." Außerdem würden behindertengerechte Toiletten fehlen, so Weida.

Veranstalter, Stadt und Sozialverband weisen Vorwurf zurück
Die Vorwürfe wurden gleich von verschiedenen Seiten zurückgewiesen. Stadtkirmes-Sprecher Glenn Meyer sagte dem MDR, Behinderte seien genauso gern gesehen wie alle anderen: "Wo sie Hilfe brauchen, versuchen wir zu helfen." Bei Konzerten gebe es extra abgesperrte Bereiche für Rollstuhlfahrer, an vielen Festzelten gebe es Rampen. Meyer fügte hinzu, auch in den Kirmesvereinen selbst arbeiten Behinderte mit. So veranstalte die Kirmesgemeinde Rosenstraße ein Programm extra für Behinderte. Der Sozialbeigeordnete der Stadt, Johannes Bruns, will negative Erfahrungen einzelner nicht ausschließen. Eine Ausgrenzung finde jedoch nicht statt. Die Kirmes in Mühlhausen zeichne sich gerade durch ihren Gemeinschaftssinn aus. Und auch Christian Fliegner vom Sozialverband VdK wollte die Vorwürfe nicht bestätigen.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass der Tag nicht die letzte Behinderten-Kirmes in Mühlhausen gewesen sein soll.

Quelle MDR




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