Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste e.V.


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06. 08. 2011 Generationswechsel an der Spitze einiger Kirmesgemeinden

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Die ersten Wimpelketten, wie vor dem Domizil der Kirmesbahn, und die ersten Aufbauten, wie am Aktivistenring, künden jetzt schon vom größten Volksfest der Mühlhäuser: die Stadtkirmes. Sie lädt vom 26. August bis 3. September zum 134. Mal ein.

Aktivistenring 2 Das Zelt steht schon Foto: Christiane Berg

Mühlhausen. "Alles im grünen Bereich, wir liegen komplett im Zeitplan." Das sagte ein zuversichtlich gestimmter Vorsitzender des Traditionsvereins Mühlhäuser Heimatfeste, Helmut Mey, der nach dem Ableben von Günter Würfel in sein erstes offizielles Jahr als Kir- mesoberbürgermeister gegangen ist. Allerdings beginnt das Schmücken der Stadt traditionell erst eine Woche vor der Kirmes. Dann werden mit Unterstützung der Feuerwehr die neuen, rot-gelben Wimpelketten - Gesamtlänge etwa sechs Kilometer - über die Straßen und Plätze der Stadt gespannt.
Der Vorstand des Vereins, in dem als Mitglied Oberbürgermeister
Hans-Dieter Dörbaum (pl) mitarbeitet, appelliert an die Mühlhäuser, ihre Häuser herauszuputzen und den vielen Besuchern dieses einzigartigen Festes damit zu zeigen, dass sie herzlich willkommen sind. Auch die Händler sollten ihre Geschäfte und Schaufenster auf das Fest einstellen. So, als ob es ihre gute Stube sei. Daher auch die Bitte an den Gewerbeverein, die Mitglieder zu motivieren und mit ihrer Außendarstellung würdige Gastgeber zu sein.
Die bereits angesprochene Einzigartigkeit der größten Stadtkirmes Deutschlands zeigt sich besonders darin, dass der gesamte Ablauf von den 30 Kirmesgemeinden und dem Vorstand des Traditionsvereins, einschließlich Festumzug und Musikschau, ehrenamtlich gestaltet wird, wie das Dörbaum herausstellte. Auch gebe es in keiner Kirmesgemeinde Eintritt, alle Veranstaltungen seien öffentlich und kostenlos. Dass es nicht wie im Vorjahr 31 Kirmesgemeinden sind, liegt daran, dass "Untermarkt/Webergasse" pausiert. Der Vereinsvorsitzende bedauert das, besagt doch eine alte Erfahrung, dass nach einer Unterbrechung der Neuanfang schwer ist. "Wir hoffen, dass das doch gelingt."
Was in diesem Jahr auffällt, ist der in den Kirmesgemeinden eingetretene Generationswechsel. So haben in sechs künftig neue Kirmesbürgermeister das Sagen, darunter drei weibliche: Gabriele Wengel in "Untere Rosenstraße", Simone Schanda in "Weg zum Eigenheim" - sie folgt auf den langjährigen Amtsinhaber Edgar Schmerbauch - und Sylvia Biebrach in "Mittlere Wanfrieder Straße". Damit sind mit Marion Schmidt in "Mittelstraße" und Jane Wolf in "Sachsensiedlung" fünf der 30 Kirmesbürgermeister Frauen, nachdem die erste weibliche Amtsträgerin, Petra Tietze in der "Mönchsgasse", aus beruflichen Gründen ausschied. Der ihr folgende Volker Zieger sowie Mario Gericke in "Gemütlichkeit/Nach Feierabend" und Sebastian Bachmann in "Feld-/ Sondershäuser Straße" - er tritt die Nachfolge von Peter Hesse an, auch ein Urgestein der Kirmes - sind ebenfalls neu in der Kirmesbürgermeisterrunde. Die präsentiert sich jetzt in einer gesunden Mischung aus Alt und Jung, meint Helmut Mey.
Jubiläen gibt es in diesem Jahr in nur zwei Kirmesgemeinden. Es sind Fahnenweihen in "Am Rimbach" (120 Jahre) und "Untere Rosenstraße" (25 Jahre). In Letzterer wird es auch zum zweiten Mal die Behindertenkirmes geben, und zwar am 31. August, ab 14 Uhr. Neu bei der Musikschau der 19 Vereine am 27. August, ab 15 Uhr, auf dem Untermarkt: Zum Auftakt ist das Jugendblasorchester Kammerforst auf der Bühne mit einem halbstündigen Programm zu erleben, bevor die anderen Vereine einmarschieren und aufspielen. Mit dieser Veranstaltung wird die Kirmes auch offiziell durch Dörbaum als Oberbürgermeister eröffnet, in dieser Funktion letztmalig.

Jürgen Wand / 06.08.11 / TA


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