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Pressespiegel > Presse 2010
Die Predigt hielt Pfarrer Andreas Schwarze; der aufgebahrte Sarg wurde flankiert von Mitgliedern des Stadtspielmannszuges. Foto: Daniel Volkmann
"Der Himmel weint mit uns Tränen." Worte gleich zu Beginn seiner Predigt, mit denen Pfarrer Andreas Schwarze auf den niedergehenden Regen einging. Nicht alle fanden Platz in der Trauerhalle auf dem Friedhof und mussten draußen ausharren. Auch die Fahnenträger aus den 31 Kirmesgemeinden.
Mühlhausen. Es hieß, Abschied zu nehmen von Günter Würfel, dem Vorsitzenden des Traditionsvereins "Mühlhäuser Heimatfeste" und Kirmesoberbürgermeister, der am Sonntag nach schwerer Krankheit verstarb. Der Sarg war in der Halle aufgebahrt. Abordnungen aus den Kirmesgemeinden der Stadt, vom Stadtspielmannszug und aus anderen Vereinen, darunter die Mühlhäuser Feuerwehr, Vertreter der Schausteller und viele Weggefährten und Freunde gaben ihm gemeinsam mit der Familie die letzte Ehre.
Auch Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum (pl) und Landrat Harald Zanker (SPD) trauerten um eine große Persönlichkeit der Region, "die vieles bewegt und viele erreicht hat", würdigte Pfarrer Schwarze in seiner Predigt. Auf Wunsch der Angehörigen hatten sich die als Ensemble aufgelösten Hainich-Musikanten zusammengefunden und der Trauerfeier einen würdigen musikalischen Rahmen gegeben. Die Nachricht vom Tod von Günter Würfel hat nicht nur das offizielle Mühlhausen tief bewegt, sondern unzählige Bürger der Stadt und aus den Partnerstädten Münster und Eschwege, sagte der Oberbürgermeister in seiner bewegenden Trauerrede.
Der Kirmesoberbürgermeister sei zum Inbegriff und Symbol der Kirmes geworden. Wie der Karneval für Köln und das Oktoberfest für München ist die Kirmes das Volksfest für Mühlhausen. "Mühlhausen ohne Kirmes wäre nicht Mühlhausen." Günter Würfel habe nicht nur die organisatorischen Fäden äußerst erfolgreich in der Hand gehabt, sondern eisern auch dafür gesorgt, dass das Fest seinen ursprünglichen Charakter behielt
Für eine reibungslose Zu- und Abfahrt der Trauergäste am Friedhof sorgte die Polizei um ihren PI-Leiter Dietmar Kaiser.
"Es ist ganz in seinem Sinne, die 133. Stadtkirmes stattfinden zu lassen", sagte Helmut Mey, der stellvertretende Vorsitzende des Traditionsvereins, unserer Zeitung. Sein Tod sei ein großer Verlust für den Verein, für die Kirmesgemeinden und für die ganze Stadt. "Wir werden seiner gebührend gedenken, etwa bei der Musikschau oder beim Festumzug." Günter Würfel sei ihm immer ein väterlicher Freund gewesen, der ihn auf seinem Weg vom 5. Lebensjahr an begleitet und gefördert hat, als er bei den Spielleuten anfing. So hat er 1971 von ihm den Stab für den Stadtspielmannszug übernommen und 2004 auf seinem Vorschlag hin die Wahl zu seinem Stellvertreter angenommen.
Jürgen Wand / 13.08.10 / TA
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