Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste e.V.


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14. 07. 2008

Pressespiegel > Presse 2008

Drehtage in Kirmesgemeinde "Frohsinn"

"Frohsinn", die erste Klappe. Action! - Es ist 15 Uhr. Das Sommerfest der Mühlhäuser Kirmesgemeinde "Frohsinn" am Samstag beginnt. Ganz so im Klischee einstiger Regieführungen allerdings liegt Wolfram Huke nicht. Der Mühlhäuser, der an der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film studiert, dreht einen Dokumentarfilm über eine Kirmesfamilie. Eben ohne Regiestuhl, ohne Megafon.
Von Jürgen WAND MÜHLHAUSEN. Es ist der erste von insgesamt 20 bis 30 Drehtagen. Zeltmontage, Elektroinstallation, Grillaufbau und natürlich Bühnengestaltung - alles kommt in den Kasten. Wie das Fest selbst. Am heutigen Montag beobachtet der Drehstab dann die Frauen, die im Vereinshaus mit dem Nähen der Kostüme beginnen. Zum jungen Team um Wolfram Huke (26), der erstmals Regie führt, gehören Kamerafrau Aline Làszlò (24) und Tonmeister Edwin Akpomuje (23), beide ebenso Studenten. Wobei Aline, die an der gleichen Hochschule wie Wolfram studiert, bereits an fünf Spielfilmen und einem Dokumentarfilm mitarbeitete. Sie ist damit die Erfahrenste des kleine Kollektivs, das jetzt zehn Tage am Stück drehen und dann bis eine Woche vor der 131. Stadtkirmes eine Pause einlegen wird. Dann sind die drei wieder in "ihrer" Kirmesgemeinde im Wohngebiet "Am Forstberg" und begleiten sie bis einschließlich Festumzug am 31. August. Im Mittelpunkt der dann 30- bis 45-minütigen Produktion steht Kirmesbürgermeister Michael Groß. Übrigens im Gegensatz zu seinem berühmten Namensvetter ein Nichtschwimmer. Seine Familie ist über vier Generationen eng mit der Kirmesgemeinde verwurzelt. Gespräche auch mit der Oma und der Mutter sind geplant. Dabei erhoffen sich die jungen Filmemacher so manche Episode aus der Geschichte der Kirmesgemeinde. Eine von insgesamt 30.Warum gerade "Frohsinn"?Wolfram Huke: Die "Frohsinns" sind eine von mehreren Kirmesgemeinden, die in diesem Jahr runden Geburtstag feiern. Hier ist es das 60., andere begehen ihr 80., 120., sogar 125. Jubiläum. Aber das allein war nicht ausschlaggebend. Vielmehr, wo über Familiengenerationen hinweg eine feste Verbindung zur Kirmes besteht. Und das gibt es, etwa durch Wegzug, nicht mehr so oft.Mit einem Budget von 5000 Euro muss der Film produziert werden. Das ist nicht üppig. Gut nur, dass die Wirtschaftsbetriebe Mühlhausen die drei Filmemacher unterstützen und für die Zeit der Dreharbeiten ein Auto zur Verfügung stellen. Nach dem erfolgreichen ersten Streifen "Stiller Abtrag", der dem Mühlhäuser einen Preis auf der Madrider Documenta einbrachte (diese Zeitung berichtete), wird er den Film über die Kirmes - sein Vordiplomfilm - wiederum bei verschiedenen Festivals einreichen. Für ihn auch ein Podium, um weiter bekannt zu werden. Nach einer folgenden dritten Produktion - "was?, keine Ahnung" - will Huke dann mit dem vierten, dem Diplomfilm, den Grundstein für einen erfolgreichen Regie-Abschluss legen.





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