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Pressespiegel > Presse 2011
Das Mühlhäuser Brunnenfest gilt noch vor der Kirmes als traditionsreichste Feier in der Stadt und zog am Samstagnachmittag weit über 2000 Einwohner und Gäste aus ganz Deutschland an. Mühlhausen. "Wir feiern ein Fest der Freude, die uns erfüllt in dieser Zeit . . ." und "Springe, springe Quelle . . .", sangen die Mädchen und Jungen der Nikolai-Grundschule aus vollen Kehlen. Die rund 200 Kinder hatten sind seit Wochen und mit großem Eifer auf das Spektakel kurz vor Ende des Schuljahres vorbereitet. Mit ihren Eltern, Großeltern und vielen Schaulustigen versammelte sich die froh gelaunte und prachtvoll mit Blumen geschmückte Kinderschar auf dem amphietheaterförmigen Areal vor der rund 400 Jahre alten Popperöder Brunnenhaus.
Dass die historische Mühlhäuser Tradition in den zurückliegenden 20 Jahren gepflegt worden war, sei laut Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum Schulleiterin Marianne Wessels zu verdanken, die vom Stadtoberhaupt einen großen Blumenstrauß überreicht bekam. Als dritter im Bunde stand Ditmar E. Mickeleit auf dem Balkon des Brunnenhauses, der als ehemaliger Mühlhäuser aus Leipzig angereist kam und sich noch heute vom Brunnenfest 1948 zutiefst berührt zeigte. So erzählte er der versammelten Festgemeinde seine Geschichte von den zwei Krügen. Kaum hatten der Chor das nächste Lied angestimmt, kam auch ein kräftiger Schauer von oben. "Wenn mans Wasser ruft, kommts auch", meinte einer der Gäste. Die Tropfen von oben taten der Stimmung jedoch keinen Abbruch und die Kinder warfen als Höhepunkt der Quellehrung viele bunte Blumensträuße als Zeichen des Dankes in die Brunnenfassung. Die Popperöder Quelle ist vor 812 Jahren erstmals urkundlich erwähnt worden und übernimmt seit dieser Zeit die städtische Wasserversorgung. Bis zu 3500 Kubikmeter frisches Wasser liefert sie allein an einem Tag aus dem Gebiet des Mühlhäuser Stadtwaldes.
Immer wieder gingen die Blicke gen Himmel, während sich die Kinder und Besucher nebenan auf die große Festwiese begaben. Und die 200 verteilten Regenmäntel reichten kaum aus, konnten aber schnell wieder abgelegt werden. Schließlich wollten die Nikolai-Schüler ihre einstudierten Tänze, begleitet von den Original Hainich-Musikanten aufführen. Der Piratentanz, der Bändertanz, aber auch der Line Dance aus Amerika kamen besonders gut beim Publikum an. Abschließend durften natürlich nicht die gemeinsame Kaffeetafel oder Brotzeit fehlen.
Rainer Schmalzl / 20.06.11 / TA
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