Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste e.V.


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23. 08. 2007

Pressespiegel > Presse 2007

So alt wie die Kirmes

MÜHLHAUSEN. Die Stadtkirmes feiert ein großes Jubiläum und mit ihr die Kirmesgemeinde "Schaffentorstraße": Beide werden 130 Jahre alt.Was ist nach der Gründung im Jahr 1877 alles passiert? Diese Frage versucht auch der Kirmesgemeinde-Bürgermeister der Schaffentorstraße, Wieland Eisenhardt, zu beantworten. Es gelingt nicht, denn vor allem in der älteren Geschichte der Gemeinde klaffen große Lücken.

Wie viele Gründungsmitglieder zur Schaffentorstraße gehören und worum sich die ersten Themen der Kirmesgemeinde drehten, ist größtenteils unbekannt. "Material über die Schaffentorstraße aus den 1950er Jahren bis heute ist vorhanden. Was davor geschah, das wäre für uns von Interesse", erklärt Wieland Eisenhardt. Trotzdem: Man sei sehr stolz, dass die kleine Kirmesgemeinde ebenso alt ist wie die Mühlhäuser Kirmes. Dass die Kirmesgemeinde lebt, sei vor allem den tatkräftigen Mitgliedern zu verdanken und den Kirmesbürgermeistern vor seiner Zeit: Willi Krautwald, Hermann Schmidt, Bernhard Hoeppner und Reinhold Gaßmann werden als Beispiele genannt.
Aber wieder zurück zur Geschichte des Vereins: Gewiss ist, dass die Kirmesgemeinde während der beiden Weltkriege ihre Aktivität unterbinden musste. Erinnert wird sich noch an einen Trommlerzug anstatt eines Spielmannzugs, der beim Umzug immer mitgelaufen ist. Heute zählt die Gemeinde 42 Mitglieder. Auch Nachwuchs ist darunter, der sich der Tradition annimmt und keine Mühen scheut. Dafür gibt´s auch Abwechslung und Unterhaltung für die Mitglieder außerhalb der Kirmeszeit: Im Mai war zu einer Flussfahrt auf die Werra eingeladen. "So ein Ausflug ist immer gut für den Zusammenhalt der Gemeinde", meint Eisenhardt.
Seit einigen Jahren gehört auch ein Trupp von Fahnenschlägern zur Kirmesgemeinde. "Sie kommen aus der Partnerstadt Münster und gehören einem Schützenverein an", erklärt der Kirmesgemeinde-Bürgermeister. Er erzählt: "Wir suchten zu unserem Fahnenjubiläum 2003 Fahnenschläger, die uns im Umzug begleiten. In unserer Umgebung fanden wir keine, und deshalb fragten wir in Münster, ob man helfen könnte. Wir bekamen fünf Fahnenschläger für unser Umzugsbild. Es hat ihnen so gut gefallen bei uns, dass sie zur diesjährigen Kirmes mit 20 Personen zu Besuch kommen."
Wer die Fahnenschläger in Aktion sehen will, für den hat der Bürgermeister einen Tipp: Am Samstagabend im Festzelt der Gemeinde vorbeischauen, denn dort geben sie eine Kostprobe ihres Könnens. Außerdem treten sie zur großen Musikschau am Untermarkt auf.
Wieland Eisenhardt wirbt weiter für einen Besuch in seiner Gemeinde: "Um unser Zelt attraktiver zu machen, standen im Herbst große Baumaßnahmen auf dem Programm. Der Platz auf dem wir feiern, bekam einen besseren Boden, und es wurde Rasen ausgesät." Das Dach wurde saniert, und im Zelt gibt es zur Kirmes eine veränderte Einrichtung. Vom diesjährigen Programm verrät er nur so viel: "Wir haben eine Dankeszeremonie geplant für unsere langjährigen Mitglieder. Im Stil der Oscar-Verleihung."
Die Kirmesgemeinde Schaffentorstraße freut sich im 130. Jahr ihres Bestehens auf alle Freunde und Gäste, die mit ihr zusammen eine schöne Kirmes verbringen möchten.

Quelle: Thüringer Allgemeine Mühlhausen vom 23. August 2007 von Glenn MEYER und Oliver WITZKI



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