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Pressespiegel > Presse 2011
"Was führt Sie denn nach Mühlhausen?", fragt der Taxifahrer die jungen Männer, die er gerade vom Bahnhof abholt und die ihm erzählen, dass sie aus Wiesbaden kommen. "Wir feiern, wie in jedem Jahr, hier bei Ihnen Kirmes."
Mühlhausen. Eine Episode, die es so oder etwas anders sicher noch öfter gibt und zeigt, dass das Fest längst über die Stadtgrenzen hinaus eine gute Adresse ist. Auch das MDR-Fernsehen rückte gestern noch einmal mit einem Team aus Leipzig an, um für die Sendung "Hier ab vier" zu drehen gesendet am Nachmittag. Zu einem Zeitpunkt allerdings, als der eine oder andere den Anstrengungen des Frühschoppens in den Kirmesgemeinden längst Tribut zollen musste. Das befürchtete auch so mancher in der erweiterten Runde des Festkomitees beim Oberbürgermeister. Traditionsgemäß hatte Hans-Dieter Dörbaum[javascript:void(0);] (pl) gestern Morgen, wie jedes Jahr pünktlich um 9 Uhr, zum Empfang in das Rathaus eingeladen.Das 22. und letzte Mal in seiner Amtszeit. Der Stadtspielmannszug unter Göran Schug hatte das Gremium um Kirmesoberbürgermeister Helmut Mey zum Rathaus geführt. Der Marsch "Hoch Heidecksburg" entlockte dem Oberbürgermeister nicht nur ein Lächeln, sondern auch zwei gut verhüllte "Flascherln". Warum auch der stabführende Göran Schug gestern noch besser drauf war, als er sonst ist, hat einen Namen: Heike. Sie heiratete ihn. Ja, Helmut Mey hatte am OBTisch gleich das Sagen. Seine Einschätzung über das Festwochenende: "Alle Veranstaltungen gingen sehr ordentlich über die Bühne", er habe großen Respekt vor der Arbeit in den Kirmesgemeinden, und es erfülle ihn mit Stolz, dass so viele Ehrenamtliche mitmachten. Er bedankte sich auch bei der Stadtverwaltung für die professionelle Zusammenarbeit.Zufrieden zeigte sich Mey ebenso bei einem Blick in die Polizeiakte. Nichts Wesentliches, abgesehen von kleineren Vorfällen im zwischenmenschlichen Bereich, etwa auf dem Steinweg. Das DRK hatte lediglich vier Einsätze. Er dankte, wie dann auch der Oberbürgermeister in Richtung aller, für die Sicherheit eingesetzten Kräfte und Rettungsdienste. Besonders beim Festumzug, einer der mit rund 40 000 Gästen wohl bestbesuchtesten, bei dem auch Feuerwehren aus den umliegenden Orten eingesetzt waren. Gedankt hat er ebenso den Mitarbeitern des Bauhofs, die dafür sorgten, dass die Stadt am anderen Tag immer wieder sauber aussah. Schließlich zeigte sich Dörbaum beeindruckt von der Gestaltung des Kirmesgottesdienstes in der wieder geöffneten St. Marien, wie auch von der Resonanz bei den Abordnungen aus den Partnerstädten. Besonders beim neuen Bürgermeister aus dem russischen Kronstadt, Alexander Goroshko.Der habe einen ganz anderen Eindruck von den Deutschen erhalten, als er bei sich zu Hause gelegentlich zu hören bekommt. Ihn faszinierte die Aufgeschlossenheit und die große Freundlichkeit, er habe sich rundum zufrieden gezeigt. Dörbaum hatte das auch von Vertretern der anderen Städte gehört, wie Eschwege mit Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag, der nach der Wende an allen Kirmesfesten teilnahm, und Alt-Bürgermeister Jürgen Zick (beide SPD), Münster mit Bürgermeisterin Karin Reismann (CDU) und Tourcoing mit Stadträtin Madame Houttemane. Ein Dank des OB ging in diesem Zusammenhang an seine Mitarbeiter im Hintergrund und an Tatjana Steinbach, die bei Goroshko dolmetschte. Im Übrigen lässt es sich der inzwischen pensionierte Feuerwehrmann Jürgen Leib nicht nehmen, dieses Spektakel nach Kirmessonntag zu verfolgen.
Jürgen Wand / 30.08.11 / TA
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