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Pressespiegel > Presse 2007
Kirmes: Kein Japaner im Laufrad
MÜHLHAUSEN. Was wäre Mühlhausen wohl ohne seine Mühlen? Aber nur eine von ihnen ist tatsächlich noch funktionstüchtig - und eben dieser droht jetzt die Abrissbirne
Zum ersten Mal beim Festumzug der Mühlhäuser Stadtkirmes dabei, beeindruckte die Gemeinde "Kirmesbahn" die zahlreichen Zuschauer. Eine Mühle hatten sie gebaut - originalgetreu nach dem Vorbild der Mittelmühle und natürlich voll funktionsfähig. Vier Wochen lang haben sechs Mitglieder der Gemeinde an dem ungefähr fünf Meter hohen Gebäude gearbeitet, bevor es dann durch die Mühlhäuser Straßen zog. Neben dem großen Applaus gab es dann noch eine Prämie für die schönsten Umzugsbilder. Jetzt droht aber die neue alte Mühle nach der Kirmes wieder in der Versenkung zu verschwinden.Zwar haben schon andere Städte, wie Bad Sooden-Allendorf, nachgefragt, ob sie die Mühle für einen ihrer Umzüge mit verwenden können. Auch Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum hat gesagt, dass er sich über den Erhalt der Mühle sehr freuen würde.
Dennoch gibt es keine Unterstellmöglichkeiten für das kleine Bauwerk. In einer Halle wäre die Mühle am besten aufgehoben und könnte somit erhalten werden, wünscht sich Kirmesbürgermeister Frank Bellstedt. Vor allem, weil die Mühle voll funktionsfähig ist. Ungefähr 100 Liter Wasser treiben das Mühlenrad an. "Alle gucken immer, ob vielleicht ein kleiner Japaner im Laufrad sitzt und das Mühlenrad antreibt. Aber das ist pure Wasserkraft", freut sich Bellstedt. Die Mühle ist ungefähr fünf Meter hoch, 3,20 Meter breit und sechs Meter lang.Wer das kleine Meisterwerk in einer Halle unterstellen kann und will, wendet sich bitte an die Gemeinde "Kirmesbahn", die ist zu erreichen unter Tel. 0172 / 6 43 94 49.
Quelle: Thüringer Allgemeine Mühlhausen vom 31. August von Carolin BIEBRACH
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