Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste e.V.


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31. 08. 2010 Eisbein, Schlager und Luftgitarre zum Frühschoppen in den Kirmesgemeinden

Pressespiegel > Presse 2010

Man soll weitermachen, wie man aufgehört hat. Das nimmt sich auch der Mühlhäuser zu Herzen und startete gestern beim Frühschoppen feucht-fröhlich in die Kirmeswoche.
Mühlhausen. Während die Weißen Mäuse noch auf die ersten Hammerschwinger zum Nägelwetthämmern warteten, wurde im Kirmesbahnhof schon der große Auftritt der Pfundskerle vorbereitet. Die Tiroler Schlagerband aus Pfunds reist gerne nach Mühlhausen, hat hier schon feste Freundschaften geschlossen. So auch Katy Mix von der Kirmesgemeinde Kirmesbahn, die noch die letzten Schritte organisierte, bevor Paul, Martin und Josef auf die Bühne traten. Im Publikum saßen schon Evi und Ingrid bereit.

Aus Gotha und Tabarz reisen die beiden Damen jedes Jahr in Mühlhausen an. Für die Kirmeswoche haben sie sich ein privates Schlafquartier besorgt, um mitfeiern zu können. Heute gehen sie unter anderem zum Kruchenplan, morgen wird Eisbein gegessen, Donnerstag sich ausgeruht und am Freitag und Samstag jede Gemeinde noch einmal angefahren. Montags sind beim Frühschoppen die Pfundskerle einfach Pflicht für die Kirmesfans aus dem Nachbarkreis. Seit 18 Jahren feiert man schon in der Feldstraße/Sondershäuser Straße.

Aus dem großen Zelt dröhnte auch gestern wieder ein Schlager nach dem anderen. Mit Luftgitarrenwettbewerben und Karaoke schaffte die Gemeinde um Kirmesoberbürgermeister Peter Hesse schon einmal Stimmung für die nächsten Tage. "Mir fehlen noch ein wenig die Staatsanwälte und Mitarbeiter der Stadt, die sonst immer hier ihren Mittag feiern", wähnte er noch am gestrigen Vormittag. Für den Rest der Woche hofft er eigentlich nur noch auf schönes Wetter. Hoch philosophisch war es dagegen in der Mönchgasse. Bei Schweinshaxe und Bier schworen sich die Feiernden am Tisch von Dieter Rabe ein maßvolles Fest.

Humor und Bier gehören eben zur Stadtkirmes dazu. Dabei dürfe man eben nicht übertreiben, damit das eine mit dem anderen zusammenkommen kann. Die Welt der Kirmesmitglieder konzentrierte sich an diesem Punkt auf das Hier und Jetzt. Man schaute sich um, sah Freunde und Bekannte und konnte nur noch eines feststellen. "Einen Morgen gibt es bei uns nicht, denn es zählt bei der Kirmes nur der Augenblick", bringt es dann der Tisch auf den Punkt. Man lebe eben nur heute, fügte Dieter Rabe als Kirmesgemeindemitglied hinzu. Und während nebenan im Hanfsack und in der Zöllnersgasse die Zelte wie gewohnt aus den Nähten platzten, freute sich die Gemeinde in der Mönchgasse über ihre kleine Welt, die sie noch für eine Woche feiern werden.

Derweil schwitzten die Weißen Mäuse. Nicht wegen der kühlen Temperaturen, sondern wegen der Anstrengungen beim Nageln. Es galt, so schnell wie möglich lange Nägel in einem Holzstamm zu versenken. Auch hier wurde die Trefferquote mit jedem Schluck größer und endete schließlich in einer fröhlichen Feier, die sicherlich noch bis in den Nachmittag angehalten hat. Auch das hat eben Tradition bei der Kirmes: Dass man den Sonntag so ausklingen lässt, wie man den Montag anfangen möchte. Bei dem einen mit einem Kater, bei dem anderen mit einem Lächeln im Gesicht.




31.08.10 / TA


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