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Morgen! Ein Ständchen
Mühlhausen. Darüber und über mehr ging es gestern Morgen, als das Festkomitee fast pünktlich um 9 Uhr vor dem Rathaus aufmarschierte. An der Spitze der Stadtspielmannszug unter Göran Schug, der mit schmissiger Musik den letzten Schlaf der Akteure aus den Augen trieb.
Die angetretene vollständige Rathausspitze mit Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum (pl), Bürgermeister Peter Bühner (FDP) und Sozialdezernent Johannes Bruns (SPD) sah erstaunlich frisch aus. Das musste sie ja auch, denn nach der Auswertungsrunde ging es geschlossen mit dem Festkomitee in die "Zinkengasse". Frühschoppen.
"Morgen!" Das sagt er immer der Göran, Frontmann der Spielleute, die mit schwarzer Armbinde ihres verstorbenen einstigen Chefs und Kirmesoberbürgermeisters, Günter Würfel, gedachten. Der Erwiederung durch den OB folgte ein Ständchen. Jetzt, endlich, bewegte sich das Stadtoberhaupt und zauberte wie aus dem Nichts als Gage zwei schlanke Präsente hervor. Die Augen der Spielleute verrieten es: Nun so schnell wie möglich weg. Abmarsch!
Helmut Mey, der stellvertretende Kirmesoberbürgermeister, zog im Beratungsraum des Rathauses ein "sehr positives Resümee". Der Festumzug wie auch die Veranstaltungshöhepunkte zuvor und danach gingen ohne große Probleme über die Bühne. Es gab lediglich in der Wanfrieder Straße eine Körperverletzung und Sachbeschädigungen an zwei am Hotel "An der Stadtmauer" abgestellten Pkw aus Münster.
Viel Glück hatte man mit dem Wetter, denn die Vorhersagen waren wenig ermutigend. Doch die wichtigsten Höhepunkte blieben trocken. "Ich habe mich immer wieder gewundert, woher die Ideen der Kirmesgemeinden kommen", sagte der "Vize" anerkennend mit Blick auf den Umzug, der wohl zu den bislang schönsten gehörte.
Deshalb auch die Entscheidung, die manchmal auch strittigen fünf besten Bilder nicht mehr auszuzeichnen, sondern das zur Verfügung stehende Geld auf alle 30 Kirmesgemeinden, die Umzugsbilder gestalten, zu verteilen. "Vielleicht sollten wir überlegen, mit dieser Tradition künftig zu brechen", meint Mey. Oder, wie es der Oberbürgermeister sagte, "eine andere Art der Anerkennung zu finden".
Dörbaum zeigte sich tief beeindruckt von der Vielseitigkeit und den "tollen Ideen" im Umzug. Die Gäste aus der amerikanischen Partnerstadt Saxonburg seien sehr begeistert gewesen. So etwas hätten sie nie hinbekommen.
Thüringer Allgemeine vom 31.08.2010 von Jürgen WAND
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