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30. 08. 2010 Kirmestradtion: Handwerkermarkt auf dem Kristanplatz wieder gut besucht

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Kirmestradtion: Handwerkermarkt auf dem Kristanplatz wieder gut besucht

Zum Kirmessonntag gehört der Handwerkermarkt am Kristanplatz. Zwar nicht seit 133 Jahren, wohl aber nach der Wende. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher. So freuten sich die Museumsleute auch diesmal, dass der Strom der Gäste nicht abriss. Geschäfte? Wenn, dann nicht die großen. Viel wichtiger ist es Gustav Hildebrand-Hinske aus Kammerbach bei Bad Sooden- Allendorf, auf Veranstaltungen wie gestern zum Handwerkermarkt zu zeigen, dass es auch sein Handwerk des Korbmachens noch ganz in der Nähe gibt. Der 450-Einwohner-Ort beherbergte einst mehr als 30 Korbmacher, übrig geblieben sind nicht viel mehr als die vier Herren, die sich als die "fidelen Korbmacher" gestern den Mühlhäusern und ihren Gästen auf dem Kirmesmarkt präsentierten. Zum bereits zehnten Mal übrigens. Warum sie immer wieder kommen? "Na weil der Herr Müller aus dem Museum uns immer schon mit den Worten Bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Heute ists aber besonders schön, schließlich haben wir schöne Musik", plaudern die Herren. Die musikalische Bandbreite spielte sich ab zwischen Blasmusik, brasilianischen Klängen und Drehorgelmelodien. Harko Krieg aus Niederdorla, der leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mühlhausen, kündigte an, das gespendete Geld in ein Projekt der Rotarier fließen zu lassen. Ein paar Schritte weiter warb Uwe Schmidt aus Menteroda fürs Handwerk. Zimmermann ist er und zeigte, wie mit altem Werkzeug umgegangen wird. Dafür wolle er immer auch die Lehrlinge begeistern. "Man muss ihn auch mal zeigen, dass Handwerk einst auch mit Schinderei verbunden war", meint er und freut sich, dass das Publikum immer wieder das Gespräch mit ihm und auch den anderen Ausstellern des gestrigen Tages suchte. Sein Kollege zeigte, wie man einst mit einer Wippdrechsel umging. Und schließlich hatten die Menteröder auch noch ihre Wanderbackstube mitgebracht. Jörg Haberkorn aus Großmehlra zeigte, wie man mit einer Strohseilmaschine arbeitet. Die Seile, die die Strohpuppen zusammenhalten, wurden einst in Handarbeit hergestellt. Ein Renner bei den Kindern war der Stand der Buchbinderei Scholle aus Heiligenstadt. Markus Scholle zeigte, wie ein Lesezeichen mit einem tollen Muster versehen werden kann in einem Wasser-Gemisch. Die Ergebnisse ließen nicht nur kleine Mädchen staunen und zeigten die Vielfalt des Handwerks.

Thüringer Allgemeine vom 31.08.2010 Claudia Bachmann,



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