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Pressespiegel > Presse 2007
Kirmes: Vom Aussterben bedroht
MÜHLHAUSEN. Viele Kirmesgemeinden klagen über Nachwuchssorgen. Denn ohne die Jugend ist die Stadtkirmes vom Aussterben bedroht. Viel wird von Gemeinden und von der Mühlhäuser Sparkasse auf die Beine gestellt, um das zu verhindern.
Seit 1993 veranstaltet die Sparkasse die Kinder-Knax-Party in der Kirmeswoche. Auch gestern war es wieder so weit. Ein bunter Nachmittag mit vielen kleinen Überraschungen wartete auf die jungen Besucher.
Neben basteln und malen konnten die Kleinen sogar auf eine kleine Torwand schießen und ihre Treffsicherheit beweisen. Bei einem Gewinnspiel konnte sich der oder auch die Glückliche über einen Kinobesuch mit drei Freunden freuen. Höhepunkt des Kinderfestes war das kleine Programm, das mittlerweile auch zur Tradition geworden ist. In diesem Jahr hieß es "Manege frei für Pinocchio", ein Chapiteau-Theater. Von der Zirkus-Theater-Show waren die kleinen Besucher begeistert und halfen auch kräftig mit, die bekannte Geschichte zu erzählen. Kam die Frage, warum die Nase von Pinocchio so lang war, wusste der Kinderchor sofort "Weil er gelogen hat". Und von einem Chor konnte durchaus die Rede sein, schließlich war das Festzelt der Gemeinde Zöllnersgasse - wo nämlich die tolle Kinderparty stattfand - mit 300 Gästen sehr gut besucht.Doch auch die Kirmesgemeinde an sich engagiert sich sehr für die Jugend, sagt Kirmesbürgermeister Rainer Mülverstedt. Teilweise komme der Nachwuchs durch den Spielmannszug der ehemaligen freien Reichsstadt. Denn wer dort Mitglied sei, sei meistens auch Mitglied der Gemeinde. Auch beim sogenannten Hahnenschlag - immer am ersten Kirmeswochenende - würde man sich sehr viel Mühe mit den Kindern geben. Dort gebe es immer ein Kulturprogramm - in diesem Jahr vom Theater 3K. Und anschließend folge eben der Hahnenschlag mit kleineren Präsenten für die Kinder der Mitglieder. Weiterhin veranstalte man Weihnachtsfeiern, zudem organisiert der Spielmannszug alljährlich eine Fahrt zum Erfurter Weihnachtsmarkt, fasst Mülverstedt zusammen. Er genießt es, Kinder zu sehen, die sich für die Kirmes begeistern können und auch diese schöne Tradition fortsetzen wollen. Das beweist auch die Aussage, als er in ein Zelt voll mit Kindern blickte, die gespannt das kleine Theaterstück verfolgten "Ein schönes Bild".
Da hat er wohl recht.
Quelle: Thüringer Allgemeine Mühlhausen vom 29. August 07 von Carolin BIEBRACH
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